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Diese Website habe ich ins Leben gerufen, um Ihnen einen authentischen Einblick in die moderne Fleischproduktion zu geben, einen Blick hinter die Kulissen der Großfirmen. Ich habe mich ohne Wissen der verantwortlichen Betreiber heimlich in Tierställe geschlichen und dort Fotos und Videoaufnahmen erstellt. Meine Bilder zeigen die unzensierte Wirklichkeit. In den letzen Jahren haben die Lobbyisten der Fleisch-Industrie verstanden, dass sie in die Öffentlichkeit gehen müssen. Jetzt manipuliert man Journalisten, indem sie in ausgewählte Betriebe geführt werden: Vorher abgestimmte Termine geben garantiert genügend Zeit, um die Ställe vorzeigbar zu machen. Den Journalisten werden so eine heile Welt und glückliche Tiere vorgegaukelt. |
Doch die Realität sieht ganz anders aus! Immer mehr Tiere auf immer weniger Platz, dies ist die Folge der Industrialisierung der Nutztierhaltung. Bei den Großfirmen steht Gewinnmaximierung im Vordergrund. Den klassischen Landwirt gibt es heutzutage kaum noch. Die neue Berufsbezeichnung ist jetzt „Produktionsmanager“. Schlägt man den Begriff „Manager“ im Lexikon nach, wird dort eine Person beschrieben, die für die Finanzen und Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens verantwortlich ist. So wird das Tier als Ware gesehen und entsprechend behandelt. Mit welcher Gewissenlosigkeit dies geschieht, zeigen Ihnen meine Foto- und Videodokumentationen. |
 „Fleisch ist Lebenskraft“, so wird uns von den Lobbyisten der Fleischindustrie eingeredet. Der Verbraucher bekommt aber in der Regel nur mit Antibiotika- und Hormon-Rückständen belastetes Fleisch zu kaufen. Wenn man dazu noch hört, dass ausgerechnet unser Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer „vier Jahre altes Fleisch nicht als gesundheitsgefährdend“ einstuft, frage ich mich doch, worin die „Lebenskraft“ des Fleisches eigentlich noch besteht. |
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| Die Lobbyisten suggerieren mittels Gütesiegeln wie „QS“ oder den „5 D’s“, dem Konsumenten, dass er objektiv über Tierhaltung und Fleischqualität informiert wird. Doch in Wirklichkeit sagen diese Siegel nichts aus: Ich habe mich undercover in „QS“- und „5 D“ Betrieben eingeschlichen; dabei konnte ich dokumentieren, wie Tiere bis zum Anschlag mit Antibiotika und Leistungsförderern voll gestopft werden; Tiere werden unter katastrophalen hygienischen Zuständen gehalten; kranke Tiere, die keinen Profit mehr einbringen, werden einfach zum Sterben in die Ecke gelegt. Das ist Alltag, kein Ausnahme. |
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Und der Verbraucher:
Gammelfleisch, Ekelfleisch, MKS, BSE, Vogelgrippe: Immer wieder wird Deutschland von Fleisch-Skandalen aufgeschreckt. Dem Verbraucher vergeht buchstäblich die Lust auf`s Fleisch - denkste! Der Verzehr an Fleischprodukten steigt jedes Jahr kräftig an. Wurden 1995 noch 50,10 Kg Fleisch pro Kopf verzehrt, waren es 2005 schon 60,02 Kg pro Kopf, das ist eine Steigerung von über 20 %. Durchschnittlich verspeist jeder Bundesbürger eine ganze Pute, elf Hühner und ein ganzes Schwein, von anderen Fleischarten abgesehen. Doch kaum einer macht sich Gedanken, woher das Steak, Schnitzel und Würstchen stammt, das er gerade isst – oder ist es ihm womöglich egal?
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In einer Zeit, in der „Geiz geil“ ist und „Hartz IV“ allgegenwärtig ist, zählt bei dem Verbraucher ausschließlich der Preis. 100g Hackfleisch kosten bei den großen Lebensmittel-Discountern weniger als 100g Katzenfutter, frisst meine Katze dann etwas Hochwertigeres als ich? Sollte ich mit meiner Katze das Essen tauschen? Wenn ein Lebensmittelhändler 100g Hackfleisch für 59 Cent verkauft und dabei noch Gewinn macht, wie müssen dann wohl die Tiere gehalten werden, die dieses Fleisch liefern? |
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